Welche Kompetenzen werden im Zeitalter der KI besonders gefragt sein?

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Eine aktuelle Studie der Universität Hohenheim und Auswertungen wie der WBS Training JobReport zeichnen ein klares Bild: Im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz steigen die Anforderungen an methodische und digitale Fähigkeiten. Besonders kritisches Denken, Problemlösung und digitale Kompetenz gewinnen an Gewicht, während klassische Fremdsprachenkenntnisse an Bedeutung verlieren. Arbeitgeber, Bildungseinrichtungen und Politik sind gefordert, Aus- und Weiterbildungsangebote anzupassen.

Methodische Basiskompetenzen und Digitale Kompetenz: Ergebnisse der Universität Hohenheim

Die Forschenden vom Fachgebiet Digitales Management an der Universität Hohenheim, gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Informationsmanagement (FIM) und dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT), kommen zu dem Schluss, dass vor allem kritisches Denken, analytisches Denken und Problemlösung künftig zentral bleiben. Die Studie vom 3. September 2024 betont, dass viele KI-Systeme eine „Black-Box“-Struktur haben, weshalb Menschen die Ergebnisse prüfen und bewerten müssen.

Parallel dazu wächst die Bedeutung von digitaler Kompetenz und der Fähigkeit, KI-Tools gezielt einzusetzen. Die Forschenden sehen die Möglichkeit, dass die Nutzung von Künstlicher Intelligenz Aufgaben automatisiert, aber komplexe Urteils- und Prüfungsaufgaben beim Menschen verbleiben. Bildungseinrichtungen sollten deshalb stärker auf diese methodischen Fähigkeiten ausrichten.

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Fachkräftebedarf und Berufe: Erkenntnisse aus dem WBS Training JobReport

Der WBS Training JobReport liefert konkrete Hinweise, welche Profile der Arbeitsmarkt fordert. Ausgewertet wurden etwa 900.000 Firmenwebsites, rund 196 Printmedien und ca. 311 Online-Jobbörsen, um reale Nachfrage nach Kompetenzen zu erfassen. Ergebnis: Berufe wie KI-Entwickler, Data Scientist, Prompt Engineer oder AI Solution Architect stehen ganz oben.

Geforderte Skills reichen von Programmierkenntnissen und Maschinelles Lernen über Datenanalyse bis zu Ethik, Teamarbeit und Kreativität. Der Report zeigt, dass nicht nur technische Rollen gefragt sind: Projektmanager und Trainer mit Kenntnissen zu KI-Anwendungen bleiben wichtig. Wer als Freelancer in diesem Umfeld arbeitet, findet zunehmend Chancen – siehe etwa die Rolle von Freelancern im KI-Umfeld.

Unternehmen, Datenstrategien und Ethik: Anpassungen für die Praxis

Für Unternehmen bedeutet die Transformation, Datenstrategien systematisch zu entwickeln und Mitarbeitende weiterzubilden. Die WBS-Analyse und die Hohenheim-Studie mahnen, dass ohne Datenanalyse und robuste Unternehmens-KI- und Datenstrategien Effizienzpotenziale nicht gehoben werden können. Praxisbeispiele aus dem Marketing zeigen, wie Künstliche Intelligenz Prozesse automatisiert – etwa bei der Automatisierung von Marketing-Funnels – und gleichzeitig neue Anforderungen an Ethik und Datenqualität stellen.

Politik und Weiterbildungsträger werden in der Studie explizit adressiert: Förderprogramme, Zertifikate und praxisorientierte Kurse müssen Anpassungsfähigkeit und anwendungsnahe Kompetenzen vermitteln. Die Folge für Unternehmen ist klar: Wer früh in Weiterbildungen investiert, sichert sich Wettbewerbsvorteile.

Kurzfristig bleibt die zentrale Herausforderung, technische Kenntnisse wie Programmierkenntnisse und Maschinelles Lernen mit überfachlichen Fähigkeiten wie Teamarbeit, Kreativität und ethischer Reflexion zu verbinden. Als nächster Schritt sind angepasste Curricula, betriebliche Weiterbildungen und klare Datenstrategien nötig, damit die Arbeitswelt die Potenziale der Künstlichen Intelligenz nachhaltig nutzen kann.